Glossar
Glossar mit Begriffen aus dem Bereich des Batteriemanagements
Anschlusspole
Die elektrische Verbindung von der Batterie zum äußeren Stromkreis. Jeder Anschlusspol ist entweder mit dem ersten (positiven) oder dem letzten (negativen) Zellenverbinder der in Reihe geschalteten Zellen der Batterie verbunden.
Batterie
Gesamtheit eines Systems für eine unterbrechungsfreie DC-Stromversorgung aus je nach Spannungs- bzw. Kapazitätsbedarf in Reihe oder in Reihe und parallel geschalteten Strängen.
Block
Kurz für Mono- oder Einzelblock
„Einfache“ Impedanz
Zwar sind streng genommen alle Impedanzen komplex, aber bei Batterietests wird „einfache Impedanz“ definiert als der AC-Widerstand des getesteten Blocks bei gegebener Frequenz, also als das Verhältnis RMS Vac / Iac oder ein entsprechendes Verhältnis.
Einzelzellenspannung (VPC)
Die potentielle Differenz zwischen positivem und negativem Ende einer elektrochemischen Zelle, 2 Volt Nominalspannung. In einem Monoblock entspricht diese der Klemmenspannung dividiert durch die Zahl der Zellen im Block (z.B. 12/6 = 2V für einen 12V Block).
Elektrolyt
Eine Lösung aus Schwefelsäure und Wasser welches Strom durch die Bewegung von Ionen (geladene Teilchen in der Elektrolytlösung) zwischen einer positiven und einer negativen Platte leitet. Sie liefert Sulfat-Ionen für die chemische Reaktion mit dem aktiven Material sowohl der positiven als auch der negativen Platte.
Gitter
Eine Bleilegierung, die das aktive Material einer Batterieplatte unterstützt und Strom leitet.
GEL
Eine andere Art einer verschlossenen Batterie, deren Elektrolyt in einer Gelmatrix gebunden ist. Die Leistung ist mit der einer VRLA-Batterie vergleichbar (nicht identisch).
GSM (Global System for Mobile communications)
Globales System für Mobilkommunikation
Komplexe Impedanz
Im Zusammenhang mit Batterien kann man komplexe Impedanz als die einzelnen elektrischen Elemente einer Zelle definieren (z.B. Serienwiderstand, Parallelwiderstand, Induktivität und Kapazität), deren Bestimmung Einblick in die elektrochemischen Prozesse der Zelle verschafft.
Leerlaufspannung (UL)
Die Spannung einer Batterie, wenn kein Strom fließt. Sie beträgt für eine voll aufgeladene Batteriezelle 2,11 Volt.
Mono- oder Einzelblock
Eine oder mehrere (Blei-Säure) Zellen in einem Gehäuse mit einem positivem und einem negativen Anschlusspol bestehend aus mehreren in Reihe geschalteten Zellen. Gesamtleistung: 2, 4, 6 oder 12 Volt Nominalspannung.
Hinweis: Um mehr Flexibilität zu bieten, liefern manche Hersteller Blöcke mit mehr als zwei Anschlusspolen.
Platten (Elektroden)
Flache, in der Regel rechteckige Batteriekomponenten, die das aktive Material sowie das so genannte Gitter tragen, das auch eine elektrische Funktion hat, nämlich das Transportieren von Elektronen zu den Platten hin und von ihnen weg. In Abhängigkeit des aktiven Materials, das sie tragen, sind Platten entweder positiv oder negativ.
Primäre Stromversorgung
Die eigentliche Energiequelle der Geräte oder Anlagen, üblicherweise AC-Netze.
PSTN (Public Service Telephone Networks)
Das öffentliche Telefonnetz
Separatoren
Poröse, elektrisch isolierende Folien, meist aus Kunststoff, die den Transport von Ionen zwischen den Elektroden zulassen, aber den physischen Kontakt dieser beiden Platten – und somit einen Kurzschluss – verhindern.
SoH (State of Health)
Kennwert der noch verbleibenden Leistung
SoC (1) (System on Chip)
Integrierter Schaltkreis (auf einem einzigen Chip)
SoC (2) (State of Charge)
Kennwert, der den Ladezustand der Zelle angibt
Standby-System
Notstromsystem, das bei Ausfall des Primärsystems die Stromversorgung garantiert.
Strang
Eine Reihenschaltung von Blöcken zur Lieferung einer bestimmten Klemmenspannung und Kapazität.
Überbrückungszeit (Haltezeit)
Die Dauer, für die die Batterie ihren spezifizierten Strom liefert.
Überwachungs- und Kontrollsystem (OCS)
Ein Gerät, das in der Lage ist, Batteriedaten zu sammeln und zu analysieren und in manchen Fällen auch die Leistungsfähigkeit der Batterie anzeigen kann. Beinhaltet sind ein Batteriemanagementsystem, ein PC, ein Gebäudemanagementsystem, ein SCADA-System, eine USV oder ein intelligentes Ladegerät.
Verbindungen zwischen Zellen
Verbindungen zwischen zwei Zellen, d.h. das positive Ende der einen mit dem negativen der anderen.
Verbleibende Laufzeit
Im Falle eines Ausfalls der Primärversorgung, entspricht die verbleibende Laufzeit der Zeit, welche die Batterie voraussichtlich noch in der Lage ist, die benötigte Energie zu liefern. (In der Regel berechnet für eine bestimmte Endspannung VPC).
Ventile
Über die Ventile können Gase aus der Batterie entweichen, wohingegen der Elektrolyt eingeschlossen bleibt. Je nach Modell sind sie fest angebracht oder abnehmbar.
VLA, FLA
Offene Blei-Säure-Batterie, Nassbatterie (Blei-Säure); Traditionellen Art von Zellen mit flüssigem Elektrolyt in Behältern aus Klarglas oder Kunststoff.
VRLA, SLA, AGM
Ventilregulierte Blei-Säure-Batterie, versiegelte Blei-Säure-Batterie, in Glasmatten gebunden; Ein verschlossener, „wartungsarmer“ Monoblock, der zur Vermeidung von Elektrolytaustritt eine spezielle Rekombinationstechnologie verwendet. Er beinhaltet nur wenig Elektrolyt, der in der Regel in Form von Gel in Glasmatten fest gebunden ist. Ein Ventil verhindert die Entstehung von Überdruck bei Überladung der Batterie.
Zelle (Blei-Säure)
Eine elektrochemische Zelle, 2 Volt Nominalspannung.
Zelle (Nickel/Cadmium)
Eine elektrochemische Zelle, 1,2 Volt Nominalspannung.
Zellenverbinder oder Polbrücke
Bleilegierung, die eingegossen wird, um Platten gleicher Polarität zu verbinden, und die Strom leitet.

